Gartentips im März

Im Märzen der Gärtner… "sich selbst einspannt" Die Beete wollen für die Aussaat und Pflanzung vorbereitet werden. Planzen wollen vorgezogen und Obstbäume noch beschnitten werden. Aber es gibt noch einiges mehr zu tun. Woran zu denken, zu entdecken und erkunden ist, gibt es hier zu lesen.

Welche Arbeiten liegen im März an?

Der Frühling hält langsam Einzug und läutet eine arbeitsreiche, aber auch spannende Zeit im Garten ein. Viele Pflanzen können bereits im Haus vorgezogen werden. Die Jungpflanzen sollten rechtzeitig pikiert werden, um ihnen ausreichend Platz zum Wachsen zu bieten. An milden Tagen lohnt es sich, die jungen Pflänzchen stundenweise ins Freie zu stellen. Dieses Abhärten hilft ihnen, sich an Sonne, Wind und kühlere Temperaturen zu gewöhnen. Vorgezogene Pflanzen können nun nach und nach ins Gewächshaus oder Frühbeet umziehen.

Kartoffeln vorkeimen lassen

Kartoffel-Fans können jetzt mit dem Vorkeimen beginnen. Die Knollen werden dafür hell und kühl ausgelegt, damit sich kräftige Keime bilden. 

  • Achten Sie auf die nötige Keimdauer, einige Sorten benötigen mehr Zeit.
  • Und bedenken Sie bei der Wahl der Sorten ihre Resistenz gegenüber der Kraut- und Knollenfäule.
  • Nicht vergessen, Kartoffeln mögen keinen frischen Mist oder zu frischen Kompost. 
  • Mit Oscorna Anomalin gedeihen sie dennoch gut und Sie erhalten eine ertragreiche Ernte.
  • Auch Dahlien lassen sich bereits in Töpfen zum Vortreiben anregen. 
  • Topf- und Kübelpflanzen freuen sich über frische Erde beim Umtopfen.
Im Gemüsegarten selbst stehen ebenfalls zahlreiche Arbeiten an.
  • Die Gemüsebeete sollten für die Aussaat und Pflanzungen vorbereitet werden. 
  • Dazu ist es ratsam, den Boden tiefgründig zu lockern, was am besten mit einer Broadfork geht. 
  • Frühbeete sollten in kalten Nächten mit Bastmatten  geschützt werden. 
  • Vermeiden Sie Folien, denn die Plastikpartikel bekommen Sie nie wieder aus dem Boden heraus. Sie schädigen das Bodenleben und beeinträchtigen deren Vitalität.
  •  Die Beete können vorbereitet, gelockert und mit Kompost oder anderem Dünger versorgt werden.

Dieses Gerät nennt man eine Broadfork oder Doppelgrabgabel. Es eignet sich hervorragend den Boden tiefgründig zu lockern ohne die Bodenschichten durcheinander zu bringen.

  • Nach dem Tiefenlockern, sollten Sie die Krume aber mit einer Sternradhacke krümeln um ein Austrocknen zu verhindern. 
  • Natürlich können sie bei diesem Arbeitsschritt auch Bodenverbesserungen durch das Ausbringen von Urgesteinsmehl oder Bentonit (ein Tonmineralgemisch) durchführen.
  • Ebenfalls sinnvoll ist zu diesem Zeitpunkt das Ausbringen von Hornspänen, die den Boden über den Sommer mit ausreichend Stickstoff versorgen.
  • Wenn die Verfügbarkeit rascher sein muss, empfiehlt sich Hornmehl oder Horn und Knochenmehl. Damit versorgen Sie die Pflanzen zusätzlich mit Phosphor. 
  • Wenn Sie unsicher sind, was ihr Boden braucht, empfiehlt es sich eine Bodenanalyse durchzuführen. Die Firma Neudorf bietet praktische Sets an. 
Je nach Witterung sind auch erste Direktsaaten möglich.
  • Spinat eignet sich hervorragend, aber auch frühe Möhren kann man aussäen.  
  • Kohlrabi und (Kopf-)Kohl, Rosenkohl, Blumenkohl und Brokkoli
  • Stangensellerie, Neuseeländer Spinat
  • Zucchini, Kürbisse, Gurken, Melonen
  • Kräuter wie Salbei, Majoran, Oregano, Thymian, Basilikum, Minze und Zitronenmelisse
  • Sommerblumen wie Edelwicken, Zinnien und Sommerastern
 
Nach dem Winter braucht auch der Rasen Aufmerksamkeit.
  • Durch Ausharken und Vertikutieren wird altes Pflanzenmaterial entfernt und der Boden belüftet.
  • Anschließend kann gedüngt werden, damit der Rasen kräftig in die neue Saison startet.
  • Auch Wiesen profitieren davon, wenn sie vorsichtig gestriegelt oder ausgeharkt werden.
  • Schon mal darüber nachgedacht ihre Rasenfläche zum Teil in eine Wildblumenwiese umzugestalten?
  • damit tragen Sie einen wertvollen Beitrag zum Artenschutz bei. 

Der Frühling ist wie der Herbst eine gute Jahreszeit, um Bäume und Sträucher zu pflanzen. 
  • Auch bestehende Gehölze, Büsche und Rasenflächen profitieren jetzt von einer Düngung.
  • Rosen und Pfirsichbäume sollten fachgerecht zurückgeschnitten werden. 
  • Kletterpflanzen benötigen eine Kontrolle ihrer Ranken oder Ruten, die dann wieder an Spalieren und Rankhilfen befestigt werden.
Die Artenvielfalt im Garten können Sie auch durch andere Massnahmen fördern. 
  • Benjeshecken aus Totholz, kleine Steinstapel, Wasserstellen oder Nistmöglichkeiten schaffen wertvolle Lebensräume für Insekten, Vögel und andere Gartentiere. 

So wird der Garten nicht nur schöner, sondern leistet auch einen wichtigen Beitrag zum Naturschutz.

Haben Sie schon einmal von Terra Preta gehört?

Terra Preta (portugiesisch für „schwarze Erde“) ist eine besonders fruchtbare Bodenart, die ursprünglich von indigenen Völkern im Amazonasgebiet hergestellt wurde.

Sie zeichnet sich durch einen hohen Gehalt an organischer Substanz und Pflanzenkohle aus und bleibt über viele Jahre hinweg nährstoffreich.

So können Sie Terra Preta selbst herstellen:

Terra Preta entsteht, indem man Pflanzenkohle (Biochar) mit organischen Abfällen wie Küchenresten, Kompost, Mist oder Pflanzenmaterial mischt. Häufig werden auch Mikroorganismen durch Kompost oder Effektive Mikroorganismen hinzugefügt. Die Mischung wird einige Wochen bis Monate kompostiert, sodass sich die Nährstoffe in der porösen Kohle speichern können.

Vorteile im Garten:
Terra Preta verbessert dauerhaft die Bodenstruktur, speichert Wasser und Nährstoffe besonders gut und fördert das Bodenleben. Dadurch wachsen Pflanzen kräftiger und der Boden bleibt langfristig fruchtbar. Gleichzeitig wird Kohlenstoff im Boden gebunden, was auch einen positiven Effekt auf das Klima hat.

Kurz gesagt: Terra Preta ist eine nachhaltige Methode, um Gartenboden dauerhaft fruchtbarer und widerstandsfähiger zu machen.

Terra Preta selbst herstellen

Eine einfache Anleitung, wie du Terra Preta aus Papier selbst herstellen kannst 
Du brauchst:
  • Holz (trocken) am besten Birke

  • einen Spaten um ein Loch im Boden zu graben

  • oder eine Blechtonne

  • Ein Feuerzeug oder Streichhölzer

  • Am Ende etwas Erde

Birkenholz ist am besten geeignet, weil es beim verkohlen ein sehr offenporiges Ergebnis liefert. Das fertige Produkt ist sehr fruchtbar, weil der Kohlenstoff vor allem Stickstoff bindet, aber auch andere Nährstoffe gut resorbiert und nur nach und nach abgibt. So wird die Erde nachhaltig fruchtbar.,

Schritt-für-Schritt-Anleitung

1. Erdloch graben

Grabe ein Loch in der Nähe des Kompostplatzes.

Durchmesser: 50-60 cm

Tiefe: ca. 50-60 cm (je nach Bedarf)

2. Feuer am Boden der Kuhle entzünden

Fülle die Kuhle, nachdem das Feuer stabil brennt, nach und nach mit weiteren Holzscheiten –

Je stabiler das Feuer ist, desto mehr Holz kann nachgelegt werden.

Entscheidend ist, dass das Feuer keine Luft von unten ziehen kann. So entsteht unter Ausschluss von Sauerstoff der Verkohlungsprozess. 

Legen Sie eine Weile weitere Holzscheite nach, bis die Kuhle gut gefüllt ist. 

3. Verkohlung starten

Wenn die Kuhle gefüllt ist und die oberen Scheite anfangen, auseinanderzufallen, kann man die Kuhle von den Seiten nach und nach mit Sand füllen. (Flammen ersticken, nicht die Glut), aber im Zentrum sollte es weiter glühen. 

 Wenn man unsicher ist, kann man das Feuer auch mit Wasser löschen. 

Die fertige Kohle mechanisch verkleinern und schichtweise mit Kompostmaterial mischen. 

Ein halbes Jahr ruhen lassen und erst dann verwenden. 

Garten-Arbeiten im März

Aussaat/Pflanzung

 

WARM:
Kohlrabi und frühe Kohlarten,
Abessinischer Kohl,
Weißkohl,
Blumenkohl und Broccoli

Keimsaat, Microgreens und Kresse auf der Fensterbank

Sellerie

Tomaten, Paprika & Chili, Auberginen, Physalis, Melonen, Artischocken

Oregano, Salbei, Majoran, Thymian, Zitronenmelisse, Bohnenkraut

Löwenmäulchen, Zinnien

GESCHÜTZT:
Porree, Salate,
Frühkartoffeln vorkeimen

IM FREILAND:
Lauchzwiebeln, Winterheckenzwiebeln, (Sä-)Zwiebeln,
Möhren, Pastinaken, Radieschen & Rettiche, Mairüben, Kohlrüben, Schwarzwurzeln

Salatrauke, Spinat, Kresse, Salate, Asia-Gemüse, Melde,
Guter Heinrich und Erdbeerspinat

Dicke Bohnen, Schalerbsen

Petersilie und Schnittlauch

Ringelblumen, Kornblumen, Mohn

Gründünger wie Phacelia, Luzerne, Ackerbohne, Klee

Getreide wie Nacktgerste, Einkorn, Hafer

Pflanzung von vorgezogenen Kohlrabi und Salaten

Steckzwiebeln und Knoblauch, Topinambur, Rhabarber, Spargel

Pflanzung von Beerenobst und Wildgehölzen,
Obstbäumen, Ziergehölzen und Rosen

Arbeiten

 

Aussaaten im Haus
– Jungpflanzen pikieren und
– Jungpflanzen tagsüber rausstellen/abhärten

vorgezogene Pflänzchen ins Gewächshaus und Frühbeet setzen

Kartoffeln vorkeimen
– Dahlien vortreiben in Töpfen
– Topf- und Kübelpflanzen umtopfen

Frühbeet nachts mit Bastmatten oder Folie schützen
– Beete vorbereiten und düngen
– Direktsaaten ins Beet
– Rasen ausharken und vertikutieren
– Bäume und Sträucher pflanzen
– Büsche und Rasen düngen
– Wiesen striegeln/ausharken
– Rosen und Pfirsiche schneiden
– Ranken und Ruten an Spalieren festbinden
– Lebensräume schaffen (Benjeshecken, Steinstapel, Wasserstellen, Nistmöglichkeiten)

Ernte

 

– Schwarzwurzeln
– Winterheckenzwiebeln und Schnittlauch
– letzten Feldsalat und Winterpostelein
– überwinterte Petersilie und Mangold
– Keimsprossen
– Microgreens und Kresse von der Fensterbank
– letzten Grünkohl und Rosenkohl
Wildkräuter wie Vogelmiere, Löwenzahn, Giersch und Melde

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