Warum ein Maulwurf im Garten kein Ärgernis, sondern ein Grund zur Freude ist
Ein Plädoyer für den unterschätzten Tunnelbauer
Der Maulwurf ist nicht nur ein faszinierendes Tier, sondern auch ein echter Helfer für Boden, Pflanzen und das ökologische Gleichgewicht.
Mit gerade einmal 10 bis 17 Zentimetern Körperlänge wirkt der Maulwurf eher unscheinbar. Sein samtiges, schwarzes Fell und die kräftigen Schaufelhände machen ihn jedoch perfekt für das Leben unter der Erde. Dort baut er ein weit verzweigtes Tunnelsystem – und das kann beeindruckende Ausmaße annehmen.
Biologen berichten, dass ein Maulwurf ein Einzugsgebiet von bis zu einem Hektar nutzen kann. Das ist eine enorme Fläche für ein so kleines Tier. Kein Wunder also, dass man ihn fast als „Mitarbeiter des Monats“ bezeichnen könnte: unermüdlich, effizient und ständig in Bewegung.
Ein Maulwurf ist ein Qualitätszeichen für guten Boden
Der vielleicht wichtigste Grund, sich über Maulwurfshügel zu freuen: Sie sind ein Zeichen für gesunden Boden. Denn Maulwürfe siedeln sich nur dort an, wo ausreichend Nahrung vorhanden ist – und diese Nahrung findet sich nur in lebendiger Erde. 
Wo ein Maulwurf lebt, gibt es Regenwürmer, Larven, Insekten und generell ein funktionierendes Bodenleben. Genau das wünschen sich viele Hobbygärtnerinnen und Hobbygärtner, denn ein intakter Boden ist die Grundlage für kräftige Pflanzen und gute Ernten.
Kurz gesagt: Ein Maulwurf zeigt an, dass der Gartenboden „funktioniert“.
Natürlicher Schutz vor Wühlmäusen
Besonders spannend ist die Beziehung zwischen Maulwurf und Wühlmaus – oder besser gesagt: die Abneigung. Maulwürfe sind Einzelgänger und sehr territorial. Wenn sich Wühlmäuse in ihr Gangsystem verirren, werden sie häufig vertrieben.
Das ist ein echter Vorteil für Gärten, denn Wühlmäuse können erheblichen Schaden anrichten: Sie fressen an Wurzeln von Gemüse, Obstgehölzen und sogar jungen Bäumen. Wer also einen Maulwurf im Garten hat, hat oft weniger Probleme mit diesen gefräßigen Nagern.
Der Maulwurf selbst dagegen frisst keine Pflanzen. Er interessiert sich nicht für Wurzeln oder Knollen – sein Speiseplan besteht fast ausschließlich aus tierischer Kost.
Maulwurfshügel: Ärgernis oder wertvolle Ressource?
So nützlich der Maulwurf auch ist – die Hügel sind für viele Gartenbesitzer trotzdem störend. Doch auch hier lohnt sich ein Perspektivwechsel: Die aufgeworfene Erde ist hochwertiger Oberboden, den der Maulwurf aus tieferen Schichten nach oben bringt.
Diese Erde ist locker, fein krümelig und nahezu frei von Samen und Unkraut. Damit eignet sie sich hervorragend als Grundlage für Blumenerde oder Topfpflanzen-Substrat.
Ein praktischer Tipp:
Wer die Erde sammelt und im Verhältnis 1:1 mit Kompost oder Pflanzerde mischt, erhält eine ideale Mischung für Kübelpflanzen, Balkonkästen oder Hochbeete.
Aus dem „Störfaktor“ wird so ein kostenloses Gartenprodukt.
Hügel entfernen – aber mit Geduld
Wer die Hügel abtragen oder glattziehen möchte, sollte nicht zu hektisch handeln. Direkt nach dem Aufwerfen ist der Maulwurf meist noch in der Nähe und arbeitet unterirdisch weiter. Wird der Hügel sofort entfernt, reagiert er häufig mit neuen Aufwürfen – manchmal direkt daneben.
Besser ist es, rund eine Woche zu warten und die Haufen dann zu entfernen oder zu verteilen. Auf Rasenflächen kann man sie einfach glattziehen, wie es auch in der Landwirtschaft üblich ist. So können Gras und Pflanzen wieder ungestört durchwachsen.
Im Winter dagegen darf der Maulwurf ruhig graben – denn zu dieser Jahreszeit stören die Hügel kaum und der Boden profitiert von der zusätzlichen Durchlüftung.
Der Maulwurf bleibt oft nicht lange
Eine weitere beruhigende Nachricht: Viele Maulwürfe sind nur vorübergehende Gäste. Sie ziehen weiter, sobald sie ein Gebiet ausreichend „abgeerntet“ haben – also wenn Regenwürmer, Larven und andere Beutetiere weniger werden.
Gerade im Frühjahr wandern sie häufig in ruhigere Bereiche wie Wiesen, Felder oder Waldränder ab. Denn mit zunehmender Gartennutzung – etwa durch Betreten, Rasenmähen oder spielende Kinder – wird es ihnen oft zu unruhig. Geräusche und Vibrationen übertragen sich in den Boden und stören die empfindlichen Tiere.
Vergrämung statt Vertreibung – und bitte ohne Gewalt

Wichtig zu wissen: Der Maulwurf steht unter Naturschutz. Er darf weder gefangen noch verletzt oder getötet werden. Auch das Zerstören seiner Gänge oder Ruhestätten kann empfindliche Strafen nach sich ziehen – in manchen Regionen bis zu mehreren tausend Euro.
Wer dennoch möchte, dass der Maulwurf den Garten verlässt, kann auf sanfte Vergrämungsmethoden setzen. Dazu zählen etwa:
- Ultraschallgeräte oder mechanische Geräuschquellen die Vibrationen in den Boden abgeben
- Geruchsintensive Mittel wie Knoblauchkugeln, vergorene Buttermilch oder Oleum animale
- Tierhaare, die in die Gänge eingebracht werden
Solche Methoden sollen das Tier nicht schädigen, sondern ihm den Standort unattraktiv machen.
Ein natürlicher Schädlingsbekämpfer
Besonders wertvoll ist der Maulwurf als „biologischer Schädlingsjäger“. Auf seinem Speiseplan stehen nicht nur Regenwürmer, sondern auch viele Tiere, die Gärtnerinnen und Gärtner sonst mühsam bekämpfen müssen.
Dazu gehören:
- Engerlinge (z. B. Larven von Junikäfer oder Gartenlaubkäfer)
- andere Insektenlarven, die Wurzeln schädigen
- Schnecken
- weitere Bodeninsekten, die Pflanzen schwächen können
Wer regelmäßig Probleme mit Engerlingen hat, kann den Maulwurf fast als natürlichen Verbündeten betrachten. Er erledigt die Arbeit kostenlos, lautlos und ohne Chemie.
Fazit: Ein Gartenbewohner, den man besser willkommen heißt
Auch wenn Maulwurfshügel manchmal die Optik stören: Der Maulwurf ist ein wertvoller Bestandteil eines gesunden Gartens. Er zeigt fruchtbaren Boden an, lockert die Erde, fördert die Durchlüftung und hilft dabei, Schädlinge und Wühlmäuse in Schach zu halten.
Vielleicht lohnt es sich also, beim nächsten Hügel nicht genervt zur Schaufel zu greifen, sondern kurz innezuhalten – und sich zu freuen:
Hier lebt ein Tier, das für ein funktionierendes Ökosystem steht.
Denn wo ein Maulwurf gräbt,
ist die Natur noch in Ordnung.
Danke Maulwurf
Nachdem nun klar ist, dass der Maulwurf ein echter Gartenhelfer ist, nutzen wir die Erde des Auswurfs ganz einfach für die Anzucht unserer Pflanzen. – Der Februar ist der Monat für die Vorbereitung auf die neue Pflanz-Saison.
Und natürlich ist es zu empfehlen für die Anzucht keine Plastiktöpfe zu benutzen. Eierpappen eignen sich ebenso wie Holzfasertöpfe.
Für die nährstoffarme Aussaat-Erde eignet sich der Auswurf des Maulwurfs ganz hervorragend, obwohl er nicht ganz frei von Saaten sein dürfte, stellt er meist eine sehr gute Mischung der Erde aus verschiedenen Schichten dar. Wem die Erde immer noch zu nährstoffreich erscheint, mag noch etwas Sand hinzugeben.
Nur sollte der Boden vor der Aussaat einmal für 15 Minuten auf ca. 60° Celsius erwärmt werden. Das geht im Backofen oder mit Hilfe eines alten Topfes den man zum Dämpfen der Erde nutzen kann.
Pflanztöpfe selbst herstellen
Eine einfache Anleitung, wie du Pflanztöpfe aus Papier selbst herstellen kannst – ideal für die Aussaat von Gemüse, Kräutern oder Blumen.
Du brauchst:
Zeitungspapier oder unbeschichtetes Papier (z. B. alte Prospekte ohne Glanz)
ein Glas, eine kleine Flasche oder eine leere Konservendose (als Form)
Schere
optional: Wasserfester Holz- oder Papierleim zum Verkleben (meist nicht nötig)
TIP: Verwende möglichst kein beschichtetes Hochglanzpapier. Neben Zeitungspapier eignet sich das braune Pack-Papier, das man oft als geknülltes Füllpapier in Lieferpaketen erhält.
Peter Mohr
Schritt-für-Schritt-Anleitung
1. Papier zuschneiden
Schneide einen Papierstreifen zurecht:
Breite: ca. 10–15 cm (je nach gewünschter Topfhöhe)
Länge: ca. 20–25 cm (je nach Glasgröße)
2. Papier um die Form wickeln
Wickle den Papierstreifen eng um das Glas oder die Dose.
– Unten sollten ca. 3–5 cm überstehen, damit du später den Boden formen kannst.
3. Boden falten
Das überstehende Papier unten wie bei einem Geschenk nach innen falten:
erst die Seiten einklappen
dann die restlichen Teile darüberlegen
Danach mit dem Glasboden fest andrücken.
4. Topf abziehen und stabilisieren
Zieh den Papiermantel vorsichtig vom Glas ab.
Jetzt kannst du den Boden noch einmal kräftig nach innen drücken, damit er hält.
5. Rand umklappen (für Stabilität)
Klappe oben den Rand ca. 1–2 cm nach innen um.
Das macht den Topf stabiler und verhindert Einreißen.
Verwendung
Papier-Pflanztopf mit Anzuchterde füllen
Samen einsetzen
leicht angießen
Wenn die Pflanze groß genug ist, kannst du den Topf direkt mit einpflanzen, da Papier im Boden verrottet.
Eine fertige Papiertopfpresse auch für verschiedene Größen erhält man beim Hof-Jebel
Garten-Arbeiten im Februar
Aussaat/Pflanzung
WARM:
Kohlrabi, Wirsing, früher Spitzkohl, Fenchel, Keimsprossen,
Kresse und Microgreens (Asia-Gemüse, Radieschen, Rettiche, Broccoli, Schnittsalate, Koriander) auf der Fensterbank
Sellerie
Tomaten, Paprika & Chili, Physalis, Auberginen
Löwenmäulchen
GESCHÜTZT:
Lauchzwiebeln, Winterheckenzwiebeln, Porree
Salate
IM FREILAND:
frühe Möhren, Pastinaken, Radieschen
Spinat, Salatrauke, Asia-Gemüse, Gartenmelde, Guter Heinrich
Dicke Bohnen
Obst- und Wildgehölze, Obstbäume und Ziergehölze pflanzen
Arbeiten
– Saatgut ordnen und besorgen
– Aussaaten im Haus
– Anzucht pflegen, pikieren, umtopfen und an milden Tagen ins Freie stellen
– Beete vorbereiten
– erste Direktsaaten ins Beet
– gegebenenfalls Bodenuntersuchung beauftragen
– Topfpflanzen düngen oder umtopfen
– Stauden, Kräuter und Topfpflanzen ausputzen
– Beerensträucher und Obstbäume schneiden/auslichten und düngen
– Hecken, Beerenobst und Bäume pflanzen
– Gerätepflege
– Frühbeetkasten als Mistbeet einrichten
– Gewächshaus bepflanzen
– immergrüne Pflanzen wässern
– Nistkästen aufhängen
Ernte
– Porree (Wintersorten)
– evtl. ersten Schnittlauch und Winterheckenzwiebeln
– überwinterten Spinat
– Feldsalat
– Winterpostelein
– Grünkohl
– Rosenkohl
– evtl. erste Wildkräuter (Vogelmiere, Löwenzahn





